Die Völker von ESO: Die Khajiit

Geschrieben von in News

13.05.2013

Im unwirtlichen Land Elsweyr leben sie. Geschützt von dem unmenschlichen Klima ihrer Heimat, verborgen zwischen den Dünen der Wüste oder beheimatet an den Flüssen und Dschungeln des Südens. Die Khajiit.

Khajiit

Dieser Artikel steht ganz im Zeichen der Monde. Erfahrt hier mehr über das vielseitige Volk der Khajiit. 

Geschichte

Die Geschichte der Khajiit beginnt lange bevor die kaiserliche Geschichtsschreibung erfunden wurde. In der ersten Ära heißt es, die Khajiit lebten in insgesamt 16 Königreichen der Provinz Elsweyr und kooperierten harmonisch mit den eigenen Stämmen und den anderen Völkern. Doch auch die Khajiit blieben von der Thrassischen Pest, die fast die Hälfte der Einwohner Tamriels auslöschte, nicht verschont. An ihrem Ende waren nur noch zwei der ursprünglich 16 Königreiche der Khajiit geblieben.

Durch die Pest so stark reduziert, sahen die Khajiit sich gezwungen, Rollen und Aufgaben zu übernehmen, die sie nicht gewohnt waren. Die letzten beiden Staaten Anequina und Pellitine waren so nicht mehr in der Lage, die alte Ordnung aufrecht zu erhalten. Immer wieder kam es in Folge der Frage um die Vorherrschaft zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Stämmen.

Während die wohlhabenderen Khajiit aus Pellitine die Anequiner als ungehobelte Barbaren sahen, die an nichts weiter an ihrem Reichtum interessiert sind, sahen die Anequiner mit ihrer ausgeprägten Kriegerkultur in den Pellitine nichts anderes als Verderbtheit und Dekadenz. Doch trotz Jahrhunderten des Kampfes konnte keiner der beiden Stämme bis in die zweite Ära einen eindeutigen Sieg erringen.

Erst im Jahre 2Ä 309, als durch eine Hochzeit zwischen König Keirgo von Anequin und Königin Eshita von Pellitine – und somit zwischen den beiden verfeindeten Königreichen – Frieden geschlossen wurde, einten sich die Königreiche zum heute in den Geschichtsbüchern als Konföderation von Elsweyr bekannten Reich.

Der Frieden sollte allerdings nicht lange währen. Da nun der Adel die gesamte Macht in Elsweyr besaß, fühlten sich die Stammesführer hintergangen und forderten mit Waffengewalt das Mitspracherecht in der Konföderation von Elsweyr ein. So brach ein verheerender Bürgerkrieg zwischen dem Adel und den Stämmen der Khajiit aus.

Es war die Mähne Rid-Thar-ri’Datta – geistiges Oberhaupt der Khajiit -, welche ihn beenden sollte. Rid-Thar-ri’Datta führte ein Herrschaftssystem ein, bei dem beide der Parteien an die Macht kommen konnten. Es war die Konstellation der Monde, die darüber entschied, welche der beiden Fraktionen über die Khajiit herrschen sollte. Das nach ihm benannte Riddle’Thar regelt dieses Gesetz. Rid-Thar-ri’Datta entwickelte es aus dem Ja-Kha’jay.

Dass dieses Rotationssystem eingehalten wurde, war die Aufgabe der Mähne. Von nun an war sie also nicht nur das geistige sondern auch das politische Oberhaupt der Khajiit. Noch heute, im Jahre 2Ä 578 hat es Bestand und gewährleistet Elsweyr weitestgehend politische Stabilität.

Aussehen

Khajiit varriieren in ihrem Aussehen sehr stark. Dies liegt daran, dass ihr Volk sich in viele verschiedene Unterarten aufteilt. Die häufigsten sind die Suthay-Raht. Sie gelten als intelligent, schnell und geschickt. Viele von ihnen werden deshalb von den Dunkelelfen als Sklaven gehalten.

Neben den Suthay-Raht gibt es jedoch noch andere Arten:

Die Alfiq sind eine eher kleine Khajiit-Art. Sie erinnern meist eher an Hauskatzen und dienen aufgrund ihrer geringen Größe anderen Khajiit als Nahrung.

Große gelbe Augen, spitze Ohren und ein geschecktes Fell zeichnen die Cathay-Raht. Die im Volksmund auch Jaguarleute genannten Khajiit sind vor allem geschickte Kletterer. Einer einheimischen Überlieferung nach wird jeder Khajiit, der unter dem vollem Masser und der Secunda-Sichel zur Welt kommt, ein Cathay-Raht.

Zwei der seltenere Arten der Khajiit sind die Dagi sowie die Dagi-Raht. Sie sind in der Lage, sich geräuschlos zu verstecken, was wohl den Grund dafür darstellt, dass so wenig über sie bekannt ist. Man weiß nur, dass sie im Tenmar-Wald leben.

Den Menschen am ähnlichsten sind die Ohmes sowie die Ohmes-Raht. Von den meisten werden sie jedoch aufgrund ihrer kleinen Statur als Bosmer gesehen. Um dies zu verhindern, tätowieren sie sich ihr Gesicht, um den felinen Aspekt wiederzuerlangen. Sie werden oftmals als Händler und Botschafter eingesetzt, da sie den anderen Völkern weniger fremd vorkommen.

Die gefährlichsten Khajiit sind die Senche-Raht oder Senche-Tiger. Sie sind so schwerfällig, dass sie sich nicht auf zwei sondern auf vier Beinen fortbewegen. Ihre enorme Größe ermöglicht es ihnen, im Kampf riesige Holzschilde mit sich zu führen und sich so in lebende Festungen zu verwandeln. Ihre Hauptnahrungsquelle stellen die Alfiq dar.

Neben diesen bereits bekannten Khajiitarten gibt es sicher noch weitere in den Weiten von Elsweyr anzutreffen.

Kultur

Das unangefochtene Oberhaupt des khajiitischen Staates ist die Mähne. Ihr untersteht der jeweilige Rat. Für die Khajiit kann es jedoch nur eine Mähne zu einer Zeit geben. Ihrem Glauben nach wird die Mähne mit der Zeit in verschiedenen Formen wiedergeboren.

Grob lässt sich die Gesellschaft der Khajiit in zwei Teile aufspalten. Zum einen gibt es jene, welche im Süden Elsweyrs leben und ihre Wurzeln in altem Handel, einer stabilen agrarischen Aristokratie und einer künstlerischen Kultur finden. Sie steht im starken Kontrast zu den Khajiit des Nordens, welche in nomadischen Stämmen durch die Wüsten und Grasländer ziehen.

Verbunden werden die beiden Kulturarten nicht nur durch ihre gemeinsame Regierung, sondern auch durch eine Droge, welche von ihnen als kristallisiertes Mondlicht bezeichnet wird. In Tamriel ist sie besser unter dem Namen Mondzucker bekannt.

Die Khajiit glauben, dass sie durch den Konsum des Mondzuckers kleine Teile der ewigen Seelen der Mondgötter Jone und Jode in sich aufnehmen. Nicht allzu selten findet man deshalb auf den Straßen Elsweyrs unzurechnungsfähige Khajiit, die unter der starken Wirkung der Droge den Bezug zur Realität verloren haben.

Ihre Liebe zum Mondzucker geht sogar so weit, dass die Khajiit nicht nur begonnen haben, sie im eigenen Land in viele ihrer Speisen einzuarbeiten, sondern sie ebenfalls in das Ausland zu schmuggeln, wo Mondzucker größtenteils verboten ist. Sowohl die rohe als auch die verarbeitete Form finden so ihren Weg in sämtliche Provinzen Tamriels und unterstützen dabei maßgeblich den Schwarzmarkt. Ein Gerücht besagt übrigens, dass man praktisch alles bei den Khajiit kaufen kann.


Wir hoffen, dass dieser Artikel dem ein oder anderen die Khajiit als einzigartiges Volk ein wenig näher bringen konnte. Wer weiß, vielleicht finden wir euch in Elder Scrolls Online auf der Seite des Aldmeri-Dominions mit einem felligen Khajiit wieder?