Gameplay-Eindrücke von ESO auf der Gamescom 2013 – Teil 3

Geschrieben von in News

31.08.2013

Die Gamescom 2013 ist zu Ende gegangen. Viele hatten das Glück, das aufkommende MMO anspielen zu dürfen und nicht Wenige schienen begeistert zu sein, dass neue MMO angezockt zu haben, als sie den Stand verließen.

Gamecom 2013 ESO Stand

Riesige Warteschlangen zeugten schon von weitem davon, dass die Massen an Elder Scrolls Online interessiert gewesen sind. Auch wir hatten die Chance, ESO mehr als ausgiebig anzuspielen und haben euch unsere Impressionen zusammengefasst.

Im dritten Teil geht es um das Kampfsystem, Animationen und Begleiter.

Der Kampf

Der Kampf in Elder Scrolls Online bringt einige Neuerungen in die Elder Scrolls Serie. Positiv müssen diese jedoch nicht unbedingt sein. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mit Elder Scrolls Online werdet ihr keine Hand mehr zum zaubern benötigen. Es ist auch ziemlich unpraktikabel in einem Online-Spiel jedes Mal zuerst den Zauber aus dem Menü herauszukramen, wenn man ihn benötigt. Stattdessen habt ihr Fähigkeitsslots, die ihr im Kampf nach Belieben auch mit Waffen einsetzen könnt.

Magicka und Stamina regenerieren sich in Elder Scrolls Online nicht kontinuierlich sondern schubweise. Die Regeneration schien prozentual zu sein, genauer testen konnten wir das allerdings aufgrund des Funktionsumfangs der Demo nicht.

Nahkampfwaffen sowie Stäbe können in Elder Scrolls Online wie bereits in den Vorgängern aufgeladen werden, um mächtigere Angriffe hervorzurufen. Um eure Schlagkraft noch weiter zu erhöhen, müsst ihr still stehen. Dabei riskiert ihr allerdings, von eurem Gegner verwundet zu werden. Von starken Angriffen ausgenommen ist der Bogen.

Auch im direkten Vergleich mit dem Stab erwies sich der Bogen als benachteiligt. Während Zauber aus Stäben dazu neigen, ihren Kurs leicht zu korrigieren und Gegner auch bei knappem schiefen Zielen treffen, muss ein Bogenschütze ein sehr gutes Auge haben. In der Reichweite sind sie jedoch beide gleich limitiert. Zum Ausgleich machte der Bogen in der Demo jedoch merklich mehr Schaden als ein Zauberstab.

Allgemein erwieß sich der Kampf in Elder Scrolls Online als fragwürdig. Ohne Frage hat er Spaß gemacht, doch war er nicht hundertprozentig zufriedenstellend. Die 1st-Person-Kamera erfordert zunächst einige Eingewöhnungszeit. Sie wirkt im Vergleich zu Skyrim unhandlich und wakelig und limitert das Sichtfeld gegenüber der in ESO durchaus im Kampf brauchenbaren 3rd-Person-Kamera deutlich.

Hat man sich jedoch erst einmal an die 1st-Person-Kamera gewöhnt, ermöglicht diese eine präzisere Steuerung als ihr Gegenstück und gleicht so das limitierte Sichtfeld wieder aus. Spontan kann auch jederzeit mit dem Mausrad wie gewohnt zwischen den beiden Sichten umgeschaltet und die Kamera relativ zum Charakter positioniert werden.

Als äußerst effektiv im Kampf gegen NPCs erwieß sich jedoch bei kleineren Mengen bis zu drei Gegnern die Hasenlauf-Taktik. Wer eine Nahkampfwaffe besaß, war hier deutlich im Vorteil. Durch kontinuerliches Kreisen um seine Gegner verbunden mit dauerhaften Zuschlagen war es möglich, sie alle auszuschalten ohne auch nur einen einzigen Treffer zu kassieren.

Um gegnerischen Fähigkeiten besser ausweichen zu können, wird in Elder Scrolls Online stets ein Indikator für deren Reichweite sowie Wirkungsbereich angezeigt. Zumindest in der Demo wurde so zum Beispiel die Pfeilhagel-Fähigkeit gegnerischer Bogenschützen deutlich gemacht. Für einen realistischeren Spieleindruck konnten diese Indikatoren jedoch über das Menü deaktiviert werden.

Als äußerst positiv erwieß sich das Plündern in Elder Scrolls Online. Nach einem langem Kampf mit einem halben Leichenberg braucht ihr euch nicht damit beschäftigen, jede Leiche einzeln zu durchwühlen. Alle Beutefenster werden bequem zu einem zusammengefasst, dass euch dann die gesamte Beute aller von euch erlegten Gegner im Umkreis präsentiert. Praktisch, bequem und übersichtlich.

Animationen

Die Animationen in Elder Scrolls Online lassen sämtliche Vorgänger der Reihe im Schatten stehen. Sowohl Zauberanimationen als auch Gegner wirken lebendiger, echter und flüssiger.

Sehr zu unserem Leidwesen fehlen in Elder Scrolls Online jedoch sämtliche Ragdolls. Gegner besitzen verschiedene Sterbeanimationen und auch sonst lässt sich nichts bewegen. Ein wenig wird so das Spielgefühl also gedämpft.

Als Ausgleich bleibt zu sagen, dass die Animationen das Auge verzaubern und gerade Zauber einen fast schon vom Kampf abzulenken neigen, wenn man sich zu sehr von ihrem Aussehen betören lässt.

Begleiter

Sowohl den TES- als auch MMO-Spielern sind Begleiter bestens bekannt. Auch in Elder Scrolls Online werdet ihr darauf nicht verzichten müssen. Neben temporären Questbegleitern konnten wir in der Demoversion als Zauberer unseren eigenen kleinen Helfer in Form eines Skamps beschwören.

Begleiter in Elder Scrolls Online bieten einem jedoch nicht viele Freiheiten. Sie folgen eurer Zielwahl nur bedingt und suchen sich im Kampf ihre eigenen Ziele aus den teilnehmenden Konkurrenten.

Auch neigen sie teilweise dazu, euch im Weg zu stehen und eure Angriffe abzufangen. Verletzen tut ihr sie damit zwar nicht, jedoch wird auch der Gegner von eurer Attacke verschont.

Dennoch können Begleiter die Aufmerksamkeit von Gegnern auf sich ziehen und stellen gerade für Fernkämpfer so eine wertvolle Ergänzung dar. Auch Nahkämpfer finden sicherlich eine Verwendung für die teilweise sehr hyperaktiven Gesellen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie sich andere Begleiter verhalten werden, da bisher nur Skamps antestbar waren.


Wie ihr seht, hatten wir die Gelegenheit, viele Dinge für euch anzutesten. Das war aber bei weitem noch nicht alles, bleibt also deshalb gespannt auf unseren nächsten Teil des Gamescom Gameplay Berichtes.