Gameplay-Eindrücke von ESO auf der Gamescom 2013 – Teil 2

Geschrieben von in News

28.08.2013

Die Gamescom 2013 ist zu Ende gegangen. Viele hatten das Glück, das aufkommende MMO anspielen zu dürfen und nicht wenige schienen begeistert zu sein, dass neue MMO angezockt zu haben, als sie den Stand verließen.

Gamecom 2013 ESO Stand Fachbesuchertag

Riesige Warteschlangen zeugten schon von weitem davon, dass die Massen an Elder Scrolls Online interessiert gewesen sind. Auch wir hatten die Chance, ESO mehr als ausgiebig anzuspielen und haben euch unsere Impressionen zusammengefasst.

Im zweiten Teil geht es um Schlossknacken, Interface & Inventar und Bücher sowie die Geschichtsbibliothek. 

Schlossknacken

Jeder Dieb, der etwas auf sich hält, weiß, wie schwierig oder einfach ein Schloss in Elder Scrolls sein kann, wenn man weiß, was man tut. Auch in Elder Scrolls Online kehrt das altbekannte Schlossknacken zurück und zeigt sich uns in altbekanntem Gewandt.

In Elder Scrolls Online werdet ihr Schlösser ähnlich wie damals in Oblivion knacken. Das Schloss präsentiert sich euch aus einer dreidimensionalen Schrägansicht. Ihr seht, wie der Dietrich durch die Öffnung in den Mechanismus eingeführt wurde und die fünf Bolzen, die es in die richtige Position zu schieben gilt.

Eure Aufgabe ist es also, den Dietrich mit Hilfe der Maus in die richtige Position zu bringen und mit dem Druck der linken Maustaste den Bolzen hinab zu drücken. Dann müsst ihr rechtzeitig loslassen und der Bolzen bleibt sitzen. Wartet ihr zu lange, springt der Bolzen wieder nach oben. Passiert euch das zu oft, zerbricht der Dietrich und ihr benötigt einen Neuen.

Wann ein Bolzen in der richtigen Position ist, lässt sich nur wage ausmachen. Ihr könnt es erahnen, wenn er sichtlichen Widerstand beim herabdrücken leistet und zu wackeln beginnt. In der Demo gab es allerdings nur leichte Schlösser. Auf schwereren Stufen wird die Akzeptanzschwelle wahrscheinlich geringer.

Doch Achtung! Zenimax lässt euch nicht ewig Zeit, um ein Schloss zu öffnen. Sobald ihr beginnt, habt ihr nur eine bestimmte Zeitspanne, in der es euch möglich ist, die Bolzen herab zu drücken. Scheitert ihr, müsst ihr von vorne beginnen. In der Demo lag diese Spanne bei rund 30 Sekunden.

Interface und Inventar

Das Interface von Elder Scrolls Online zeigte sich überraschend schlicht und effizient. Zu Zeiten von Skyrim war bereits ein Spielen ohne Interface angekündigt worden, umgesetzt wurde es aber scheinbar erst in Elder Scrolls Online. Einzelne Interfaceelemente werden nur dann angezeigt, wenn sie benötigt werden.

Das einzige Element, was sich zu jeder Zeit präsentiert ist deshalb der Kompass am oberen Rand des Bildschirms. Alle anderen Elemente erscheinen nur dann, wenn sie benötigt werden.

So erscheinen Anzeigen wie Lebens-, Stamina- und Magickamenge nur dann, wenn sie unter den vollen Wert fallen und Fähigkeitsslots werden einzeln nur dann eingeblendet, wenn ihr euch im Kampf befindet, sie aktiviert und vor allem den Slot überhaupt belegt habt.

Selbst wenn alle Elemente des Interfaces angezeigt werden, ist der Bildschirm definitiv nicht voll. Das Interface von Elder Scrolls Online nimmt auf einem herkömmlichen Breitbildschirm einen äußerst geringen Teil ein und frisst keinen Millimeter mehr Platz als nötig. So bleibt genug Raum, um das gesamte Geschehen im Überblick zu behalten.

Wem das Interface nicht gefällt, der kann bereits zu Release zahlreiche Einstellungen vornehmen, ohne auf externe Hilfe angewiesen zu sein. Elemente lassen sich einzeln repositionieren und skalieren.

Für Alle, denen das noch nicht genug ist, wird Elder Scrolls Online über die Scriptsprache LUA Modifikationen unterstützen, um das Interface weiter anzupassen. Welches Zugriffsvolumen den LUA-Scriptern gestattet wird, ist jedoch noch nicht bekannt.

Auch Dialoge und vor allem Inventar präsentieren sich schlicht und effizient. Öffnet man das Inventar, hat man auf der rechten Hälfte des Bildschirms alle Gegenstände, während man auf der linken Seite weiterhin das aktuelle Geschehen der Welt vor sich hat. Die derzeit ausgerüsteten Gegenstände sind kompakt am linken Rand des Bildschirms positioniert.

Das Inventar selbst lässt sich problemlos über Tabs sortieren. So können einzelne Gegenstände schnell gefunden werden. Eine alphabetische Sortierung untersützt hier weiter. Die einzelnen Tabs unterteilen die Gegenstände in Waffen, Rüstungen, Verbrauchbares, Materialien, Verschiedenes, Questgegenstände sowie Müll. Natürlich ist auch ein Tab für alle Gegenstände vertreten.

Gegenstände in Elder Scrolls Online lassen sich jedoch nicht mehr abwerfen und so in der Welt verteilen. Ihr könnt euren Müll also immer noch von euch schmeißen, er wird dabei jedoch zerstört.

Das Inventar von Elder Scrolls Online durchbricht ebenfalls die bisher bekannten TES-Regeln. Im MMO-Ableger der Serie gibt es kein Gewichtslimit mehr für Gegenstände, dafür allerdings eine harte Anzahl. Das Limit lag in der Demo bei 50 Gegenständen und war nicht über das Skillen von Stamina erweiterbar. Dafür könnt ihr allerdings in Zukunft mehr Schwerter mit euch führen, als ihr es euch zu träumen gewagt habt.

Geschichtsbibliothek

Bücher schleppen war gestern. Mit Elder Scrolls Online kann euer Charakter endlich sein vorzügliches Gedächtnis beweisen und euch so die lästige Tragerei ersparen.

Jedes Buch, das ihr in Elder Scrolls Online lest, wird in eurer Geschichtsbibliothek abgelegt. Diese lässt sich bequem über das Menü erreichen. Dort könnt ihr alle Fakten über die Welt von Elder Scrolls Online einsehen.

In der Demo war der Zugriff jedoch noch sehr beschränkt und die geringe Anzahl an Schriftstücken machte es uns schwer, einen genauen Blick auf die Geschichtsbibliothek zu erhaschen. Wir bleiben hier also gespannt.


Wie ihr seht, hatten wir die Gelegenheit, viele Dinge für euch anzutesten. Das war aber bei weitem noch nicht alles, bleibt also deshalb gespannt auf unseren nächsten Teil des Gamescom Gameplay Berichtes.

Hier Teil 3 lesen!