Die Völker von ESO: Die Dunmer

Geschrieben von in Hintergrund, News

09.03.2013

Nicht umsonst nennt man sie das dunkle Volk: Die Dunmer. In ganz Tamriel wohl als die finstersten Gesellen bekannt, sind sie eines der furchteinflößendsten Völker. Nach dem Verschwinden der Dwemer als Alleinherrscher zurückgelassen, regieren sie im Jahr 2Ä 583 noch immer über Morrowind, den nordöstlichsten Teil Tamriels.

Dunmer

Dieser Artikel steht ganz im Zeichen der Verfluchten. Erfahre hier mehr über das Volk der Dunmer. 

Geschichte

Heute, wie in hunderten von Jahren, regieren sie über das Land von Morrowind: Die Dunmer, auch Dunkelelfen genannt. Doch nicht immer waren diese Gesellen so finster und dunkelhäutig, wie wir sie heute kennen. Denn einst gehörte das Volk der Dunmer wie alle Elfenrassen zu den Aldmer. Doch trennten sich die Mer, welche später als Dunmer bekannt werden sollten, schon früh von ihren Artgenossen. Als Chimer gebranntmarkt flohen sie aus Sommersend und verbargen sich in Dwemereth vor ihren Artgenossen.

Doch auch dort waren die daedraanbetenden Chimer nicht willkommen. Argwöhnisch vom Volk der Dwemer beobachtet lebten sie fern ab der Aldmer in jenem Land, welches später den Namen Morrowind tragen sollte. Doch bis dahin stand den Chimer noch ein harter Weg bevor.

Immer wieder kam es zwischen den Chimer und den Dwemer zu Konflikten. Beide Parteien konnten die jeweils andere nicht verstehen. Die Dwemer verstanden nicht, warum die Chimer ihr Land benötigten, während es den Chimer unbegreiflich war, warum die Dwemer das Land nicht mit ihnen teilen konnten.

Und so kam es, dass beide Parteien sich so weit zermürbt hatten, dass sie beide für sich nicht mehr fähig waren, einen Feind von außen abzuwehren. Die Nord, welche sich dieser Schwäche bewusst waren, überfielen Morrowind und schafften es beinahe, sowohl die Dwemer als auch die Chimer zu unterjochen. Erst vier Jahre nach der Invasion und nur durch die politische Geschicklichkeit von Dumac, dem letzten König der Dwemer und Indoril Nerevar, Fürst der Chimer, gelang es den beiden Völkern, die Nord gemeinsam zurück zu schlagen. Sie sollten als der erste Rat bekannt werden.

So schnell wie sie entstanden war, zerfiel die Allianz der Dwemer und der Chimer jedoch auch wieder. Es schien, als wären die beiden Völker einfach nicht dafür geschaffen, gemeinsam zu existieren. Und das, obwohl sie doch beide von der selben Urrasse, den Aldmer, abstammten.

Noch heute nennt man den Krieg, welcher zwischen den Völkern ausbrach, den Krieg des ersten Rates, welcher schließlich in die Schlacht am Roten Berg mündete. Der Grund für diesen Krieg war das Herz von Lorkhan. Nerevar erfuhr durch seinen Verbündeten und Freund Lord Voryn Dagoth – später als Dagoth Ur bekannt – dass es sich im Besitz der Dwemer befand, welche versuchten, damit ihre eigene Gottheit zu erschaffen. Daraufhin suchte Nerevar den Rat der Göttin Azura, welche ihm verriet, dass Dagoth die Wahrheit sprach.

Nach der Schlacht wurde Dagoth das Herz übergeben, um es vorerst aufzubewahren. Als Nerevar und das Tribunal schließlich zum Roten Berg zurück kehren wollten, um Azura zu beschwören, folgten bis heute umstrittene Ereignisse. Die wohl Glaubhafteste ist jene, die die abtrünigen Priester erzählen. So wollte Nerevar das Herz zerstören, woraufhin das Tribunal ihn tötete, da sie die Macht des Herzens für sich selbst nutzen wollten.

Doch Azuras Beschwörung hatte nicht verhindert werden können. Aus Wut über den Verrat des Tribunals verwandelte sie alle drei, Almalexia, Sotha Sil und Vivec, in jene Wesen, die heute als Dunmer bekannt sind. Später, so heißt es, legte sie den Fluch auch auf alle anderen Chimer. Zwischen Dagoth und dem Tribunal, die gleichermaßen nach der Macht des Herzens gierten, entbrannte ein Zwist, der selbst Jahrhunderte später weiter bestehen sollte.

Bis heute ruht Dagoth,  nun als Dagoth Ur bekannt, im inneren des Roten Berges, womöglich nur durch die Barriere, welche das Tribunal aufrecht erhält, zurück gehalten. Er ist der drohende Schatten, welcher über der Gesellschaft der Dunmer liegt und einer von vielen Gründen für ihre Fremdenfeindlichkeit.

Mehr als 1500 Jahre regierte das Tribunal, ehe es zur nächsten großen Wendung in der Geschichte der Dunmer kam. Als im Jahre 1Ä 2703 die Tsaesci aus Akavir in ihr Land einfielen, sahen sich die Dunmer einer unerwarteten neuen Bedrohung gegenüber gestellt. Um den Tsaesci entgegen treten zu können, verbündeten sich die Dunmer mit dem Kaiserreich unter der Regentschaft von Reman I. Gemeinsam konnten sie den Krieg schließlich nach 80 Jahren beenden. Er trägt deshalb auch den Namen Achtzigjähriger Krieg.

Bis in die zweite Ära hinein gelang es den Dunmer, den Frieden mit dem Kaiserreich mehr oder weniger aufrecht zu erhalten. Erst als eine erneute Akaviri-Invasion über Morrowind herein brach, löste sich das Bündnis komplett auf. Es waren stattdessen die Nord und die Argonier, welche den Dunmer durch den Krieg halfen. Aus diesem Krieg entstand schließlich der Ebenherz-Pakt.

Aussehen

Gezeichnet durch Azuras Fluch hat sich das Aussehen der goldenen Chimer für immer verändert. Ihren Namen verdanken die Dunkelelfen ihren blutroten Augen und dem aschfahlen Teint. Auch in ihrer eigenen Sprache steht ihr Name für Dunkelelfen, sich zusammen setzend aus den Wörtern “Dun”, welches für dunkel oder verflucht steht, sowie dem Wort “Mer”, was übersetzt wohl Elf bedeutet. Hier wird die doppelte Bedeutung ihres Namens deutlich.

Der Körperbau der Dunmer ist meist schlank und ihre Größe durchschnittlich. Ihre Haarfarbe beschränkt sich auf Weiß, Rot oder dunkle Töne. Ihre Gesichter zeichnen sich für gewöhnlich durch markante Züge aus.

Kultur

Morrowinds Staatsreligion hat sich über die Jahre gewandelt. Die einst daedraverehrenden Chimer sind heute zu den tribunalsverehrenden Dunmer geworden. Staatsreligion und Regierung sind damit in Morrowind ein und das selbe. An oberster Spitze stehen damit die drei Göttlichen Vivec, Almalexia und Sotha Sil, deren Macht außerordentlich groß ist.

Einige Dunmer beschäftigen sich noch heute mit Kulten und deren Anbetung. Darunter fallen unter anderem die Ahnenkulte – der bedeutendste von ihnen ist der Nerevarine-Kult – sowie einige Sekten, die noch immer die Daedra anbeten.

Die meisten Dunmer führen ein Leben in Städten wie Balmora oder Vivec. Außerhalb gibt es im lebensfeindlichen Morrowind nur wenige Güter, welche nicht selten von Sklaven bestellt werden. Durch die starke urbane Erweiterung der Städte sind die meisten dieser Orte sehr verwirrend und ohne Struktur aufgebaut. Die Stadtmauern wurden oftmals abgerissen und an anderer Stelle neu erbaut, um noch mehr Gebäude in ihren schützenden Ring fassen zu können. Die Architektur der Dunmer zeichnet sich durch den telvannischen und redoranischen Baustil aus.


Wir hoffen, dass dieser Artikel dem ein oder anderen die Dunmer als einzigartiges Volk ein wenig näher bringen konnte. Wer weiß, vielleicht finden wir euch in Elder Scrolls Online auf der Seite des Ebenherz-Paktes mit einem aschenhautfarbenen Elfen wieder?

Schlagwörter: , ,