Ebenherz-Pakt

Ebenherz-Pakt

Flagge_Ebenherz

Gegründet vor zehn Jahren im Jahre 2Ä 572 ist der Ebenherz-Pakt bis heute das territorial gesehen größte der drei Bündnisse. Durch den Zusammenschluss der Argonier, der Dunkelelfen, auch Dunmer genannt und der Nord fallen die Gebiete Schwarzmarsch, Morrowind und Himmelsrand und damit nahezu ein Drittel der Landfläche Tamriels unter die Kontrolle des Paktes.

Nicht nur flächenmäßig, auch militärisch besitzt der Pakt die stärkste Streitmacht. Die kampferprobten, zähen und starken Nord bilden die eisige Front, während die Magier der Dunmer eine scheinbar unüberwindbare zweite Linie bilden. Hinter den feindlichen Reihen finden sich die Guerillas und Assassinen der Argonier wieder, welche die Saat der Verzweiflung und der Panik in die Herzen der Feinde streuen und sie mit Blut gießen.

Doch der Pakt ist instabil. Zerrütet von alten Feindschaften, von Kriegen zwischen den Nord und den Dunmer und Jahrtausende der Sklaverei über das argonische Volk, liegt ein pechschwarzer Schatten über dem Bund und droht, ihn jederzeit zu verschlucken. Dennoch ist eben jenes zerbrechliche Verhältnis der Grund, warum der Pakt existieren kann. Ohne das stetige Misstrauen und der Selbstsucht der einzelnen Völker, ihrer Angst um ihr eigenes Territorium, wäre ihr Machthunger zu groß, als dass sie sich von den Gebieten ihrer Verbündeten fern halten könnten. So bildet die größte Schwäche des Paktes gleichzeitig eine nicht unbedeutende Stärke aus.

Dennoch brauchte es erst einen triftigen Grund, um die von altem Hass zerfressenen Feinde zu Verbündeten zu machen. Nur ein Feind, mächtiger als jeder einzelne von ihnen und selbst mächtiger als sie alle zusammen, hätte die Kraft besessen, die drei Völker zu einem Notbund zu bewegen um zu überleben. Und jenen Feind gab es. Unter dem Druck der Invasion der Akaviri wurde ein zerbrechliches Bündnis geschmiedet und selbst nachdem die Invasoren vertrieben worden waren, blieb es bestehen.

Heute kämpft der Pakt unter Führung von Großkönig Jorunn und der Großen Volksversammlung, einem Rat aus allen drei Völkern, gegen das Dominion der Aldmeri und das Dolchsturz-Bündnis um die Herrschaft über ganz Tamriel.

Folgende Völker gehören dem Ebenherz-Pakt an:

Argonier

Symbol der ArgonierArgonier

Tief in den giftigen Sümpfen der Schwarzmarsch verborgen lebt ein gefährliches und geheimnisvolles Volk. Versteckt zwischen Gräsern, Farnen und den mächtigen Sporenbäumen der Hist leben sie, Seite an Seite mit allerlei gefährlichem Getier. Der Volksmund nennt sie Argonier, sie selbst nennen sich Saxhleel.

Sie wirken wie Mensch gewordene Echsen, doch sind sie weit mehr als das, weitaus gefährlicher. Zwar gleicht ihre Statur denen der Menschen und Mer, doch sind sie nicht verwandt. Der Körper der Argonier wird von einem Schuppenpanzer überzogen, ihr Kopf ist länglich geformt und ihr Schwanz reicht ihnen bis zu den Knien. Krallenfüße und lange, windige Finger machen sie selbst ohne Bewaffnung zu gefährlichen Feinden. Obwohl sie Luft atmen, ist ihnen ebenfalls ein Kiemenorgan vergönnt, welches ihnen die Unterwasseratmung ermöglicht.

Seit jeher herrscht zwischen ihnen und den mächtigen Bäumen der Hist eine mystische Verbindung. Wann immer die Hist dem Volk der Argonier befehlen, leisten sie widerstandslos Folge. Dennoch sind sie keine bloßen Werkzeuge und Tiere. Ihr scharfer Verstand, ihre hohe Intelligenz und ihre stark ausgeprägten magischen Fähigkeiten kombinieren die Argonier mit einem meisterlichen Umgang mit der armlangen Klinge und im Schleichen. Das macht Argonier zu gefährlichen Assassinen, fähigen Scharmützlern und den besten Spähern des Ebenherz-Paktes.

Nach einem Kampf hilft den Argoniern ihre von Natur aus beschleunigte Regeneration und ihr erhöhter Widerstand gegen Krankheiten, sich schnell wieder zu erholen. Das gereicht ihnen nicht nur in ihrem eigenen Land, sondern auch tief im feindlichen Gebiet zum Vorteil. Wunden, die sie nicht sofort töten, überstehen sie mit Leichtigkeit.

Doch der Bund zwischen den Argoniern und den anderen Völkern des Paktes ist schwach. Noch immer schlummert in ihnen Wut. Wut auf die Dunmer, die Dunkelelfen, welche ihr Volk einst versklavten und bis zur Gründung des Paktes als Werkzeuge einsetzten, um selbst nicht arbeiten zu müssen. Die völlig fehlende Bindung zur Rasse der Nord trägt ebenfalls zu einem wackeligen Bündnis bei.

Dunmer

Symbol der DunmerDunmer (Dunkelelfen)

Obwohl sie von den Aldmer abstammen, waren die Chimer schon immer durch einen anderen Glauben geprägt. Auch wenn sie den Aldmer körperlich gleichen mochten, waren die Chimer von jeher von ihrer daedraanbetenden Kultur gezeichnet worden. Und für eben jene Kultur wurden sie aus ihrer Heimat, den Inseln von Sommersend, vertrieben. Die Chimer flohen nach Dwemereth, heute bekannt unter dem Namen Morrowind, wo sie auf das Volk der Dwemer stießen.

Die folgenden Jahrhunderte waren ein schwerer Weg für das Volk der Chimer. Immer wieder kam es zwischen den Dwemer und den Chimer zu Konflikten, welche das Land und die beiden Parteien schließlich so sehr schwächte, dass es den Nord, einem kriegerischen Volk aus dem benachbarten Himmelsrand, beinahe gelang, Morrowind zu erobern. Erst nach vier Jahren gelang es den beiden Völkern unter Dumac, dem letzten Dwemerkönig und Indoril Nerevar, Fürst der Dwemer, die Nord mithilfe einer hastig geschmiedeten Allianz zurückzuschlagen.

Doch selbst der Sieg über die Nord konnte die beiden Völker nicht vereinen. Zu verschieden waren ihre Kulturen und zu tief saß das Misstrauen aus Jahren der Feindschaft. Bald schon standen sie sich im berüchtigten Krieg des Ersten Rates wieder gegenüber. Die Schlacht um die Festung der Dwemer am Roten Berg war die letzte, bevor jene ohne Erklärung für immer verschwanden. Hoch war jedoch der Preis, welchen die Chimer für diesen Sieg zahlten. Um ihn zu erreichen hatten sie einen alten Eid mit der Daedrafürstin Azura gebrochen, welche das gesamte Volk der Chimer zur Strafe für immer in die Dunmer verwandelte. Seit diesem Tag herrschen die Dunkelelfen, angeführt vom Tribunal, den Halbgöttern Vivec, Almalexia und Sotha Sil über Morrowind.

Die Dunmer sind ein stolzes Volk. Jahre der Kämpfe haben sie zu guten Strategen heranreifen lassen. Viele von ihnen besitzen großes magisches Potential und seit jeher fühlen sie sich mit dem Feuer verbunden. Ihre Körper halten deutlich mehr Hitze aus, als der jeden anderen Volkes und mit ein wenig Konzentration können sie sich in den Zorn der Ahnen, einen Flammenmantel hüllen, der Feinde in unmittelbarer Nähe gefährlich verbrennt. Doch all diese Umstände haben die Dunmer überheblich werden lassen.

Heute bezahlen die Dunkelelfen den Preis für ihre Überheblichkeit. Jahre der Sklaverei, welche sie über viele Angehörige des, aus der südlich des Landes liegenden Provinz Schwarzmarsch stammenden, argonischen Volkes gebracht hatten und der Sieg im Kampf um Morrowind gegen die Nord haben die Dunmer zum unbeliebtesten der drei Völker innerhalb des Ebenherz-Paktes werden lassen. Schwer lastet ihre Vergangenheit über dem Bündnis und droht, es jederzeit zu zerbrechen.

Weitere Informationen über die Dunmer

Nord

Symbol der NordNord

Hoch im Norden Tamriels liegt das Land des ewigen Winters, Himmelsrand. Hier leben, den eisigen Temperaturen jeden Tag aufs neue trotzend, die Nord.

Vor langer Zeit kamen die stolzen Vorfahren der Nord, Angehörige des Volkes der Nedik, auf der Flucht vor dem ewigen Eis, welches ihre Heimat bedrohte, nach Himmelsrand. Sie vertrieben die Elfen aus der Provinz und beanspruchten das Land für sich, halten es bis heute gegen die Bemühungen der anderen Völker in ihrem Besitz. Seit jeher sind die Nord ein kriegerisches Volk, angetrieben von nie endendem Kampfgeist und einer ekstasischen Begeisterung für die Schlacht. Ihre Hitzköpfigkeit, ihre Ungestümheit und ihre rohe Stärke machen sie zu gefährlichen Gegnern.

Alles beruht in Himmelsrand auf dem Prinzip der Stärke. Wer die harten Sommer und die noch härteren Winter überstehen will, muss kälteunempfindlich sein. Er muss Kraft besitzen, um den lebenswidrigen Umständen trotzen zu können. Die Nord sind es. Ihre unbändige Kraft bestimmt auch ihre Kampfweise. So besitzen die Nord die Gabe, ihre Gegner mithilfe von Kampfschreien zu traktieren, uralter Magie, dem so genannte Weg der Stimme.

Einst eroberten die Nord fast den gesamten Norden Tamriels. Große Teile von Hochfels und Morrowind befanden sich zu dieser Zeit in ihrem Besitz und nur die vereinte Kraft der Dwemer und der Dunmer ermöglichte es, zumindest einen Teil Morrowinds vor den Invasoren zu beschützen. Erst als sich im Osten Dwemer und Dunmer und im Westen Elfen und Bretonen gemeinsam den Nord in den Weg stellten, konnten die eisigen Krieger aufgehalten werden.

Doch der Stolz der Nord ist ungebrochen. Bis heute haben sie nicht vergessen. Die Nord sehen sich selbst als das zum Herrschen berechtigte Volk, war es ihnen doch einst möglich, fast ein Drittel Tamriels zu erobern und die Ayleiden zu entmachten. Unter der Führung von Großkönig Jorunn träumen sie bis heute von einem Tamriel unter ihrer Hand. Dafür haben sie ein brüchiges Bündnis mit ihren einstigen Feinden, den Dunmer und den Argoniern, einem Volk, dass so weit von ihrer Heimat entfernt lebt, dass sie noch nie in größeren Zahlen aufeinander getroffen sind, geschmiedet.

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